Mit Eltern in Bewegung


Eltern in Bewegung im Sportunterricht

Informationen zum Einreicher

Auguste Stöbich-Rameder
4152 Sarleinsbach


PROJEKT: Mit Eltern in Bewegung
Sport hat viele positive Einflüsse auf das Leben von Kindern. Schulsport hat deshalb wichtige Aufgaben. Er soll das Miteinander von Schüler, Lehrer und Eltern stärken sowie Fairness, Toleranz, Teamgeist, Mitverantwortung und Kinder an ein aktives Leben heranführen. Gleichzeitig soll er ihnen die Vielfalt unserer Sport- und Bewegungskultur zeigen.
Eltern sind in der Regel die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder und prägen als Vorbilder maßgeblich deren Entwicklung, Verhaltensweisen und Einstellungen – insbesondere in den ersten Jahren. Sie sind grundsätzlich die Experten*innen für ihr Kind und sind darum für uns Sporttrainer wichtige Partner. Richtig eingebunden und mitgenommen über Elternarbeit im Sport, können Eltern zu einer wichtigen Ressource werden, die die eigene Arbeit unterstützt und den Kindern viel Freude bereitet.
Zu meiner Person: Auguste Stöbich-Rameder – Fit Sport Austria
Dipl. med. Ernährungstherapeut
Dipl. Gesundheitspädagoge für Kinder und Jugendliche

Im Umgang mit Eltern ist das Leitmotiv für mich eindeutig: “Eltern stark machen“ - Eltern sollen ihre Vorbildrolle für den eigenen Nachwuchs erkennen und zum Wohle ihres Kindes nutzen.
Der Schulsport muss sich meiner Meinung nach verändern. Konzepte für einen modernen Sportunterricht gibt es längst, sie werden nur noch nicht konsequent umgesetzt. Was zeichnet sie aus? „Guter Sportunterricht berücksichtigt die Heterogenität der Gruppe“. Kinder in einer Klasse sind heutzutage sehr verschieden. Sie sind nicht nur unterschiedlich groß oder schwer. Sie kommen auch mit ganz unterschiedlichen Vorerfahrungen und Familienhintergründen in den Unterricht. Manche sind in einem Sport schon fast Profis, andere nehmen zum ersten Mal einen Ball in die Hand. All das muss ich im Blick haben und entsprechend differenzieren.
Generell schaue ich im Sportunterricht nicht nur auf die Ergebnisse. Empathie und Integration von Migranten und deren Kinder sollten mit einfließen, um diese Familien zu unterstützen und damit ein wunderbares Miteinander gelingt. Gelingt dies, ist das Ziel erreicht: Alle Kinder fühlen sich im Sportunterricht wohl und entdecken ihre Freude an der Bewegung.
Seit 4 Jahren bin ich als Sporttrainerin und Bewegungscoach an 4 Schulen im Mühlviertel tätig. Darunter auch in der VS Oberkappel, wobei ich maßgeblich dazu beigetragen habe, nicht nur die Kinder aktiver zumachen, ebenso die Eltern.
So können sich die Eltern im Sportunterricht mit den Schülern messen und kleinere Schüler haben eine Riesen-Spaß, wenn sie den Eltern ihr Können zeigen dürfen.
Grundsätzlich fußt Eltern-Schüler Turnen auf einer gleichberechtigten Basis und will motivieren, informieren und aktivieren.
• Eltern können Entscheidungen der Sporttrainerin besser nachvollziehen und unterstützten diese im besten Fall. Sie fühlen sich zunehmend als Teil einer Sportstunde, nehmen als Bereicherung am Turnunterricht teil und gestalten mit.
• Die Eltern nehmen immer aktiver am Turnunterricht ihrer Kinder teil und entwickeln ein Verständnis für die Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport und für die Entwicklung ihres Kindes.
• Die Einbindung der Eltern kann sich positiv auf die Bindung ihrer Kinder an die Schule auswirken, z. B. durch die Steigerung der Attraktivität oder die Zunahme des Zugehörigkeitsgefühls.
• Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Eltern beim Eltern-Kind-Turnen die Möglichkeit haben, sich über Erziehungsfragen auszutauschen und Netzwerke zu bilden. Dies fördert nicht nur die gesellschaftliche Vernetzung, sondern bietet auch Raum für gegenseitige Unterstützung und Erfahrungsaustausch.
• Nicht zu vergessen ist auch der Aspekt der Gesundheitsförderung. Durch regelmäßige Bewegung verbessern sie ihre eigene Fitness und geben gleichzeitig ein positives Beispiel für einen gesunden Lebensstil. Die Freude an Bewegung, die Kinder beim Eltern-Schüler-Turnen erleben, kann ein Fundament für ein lebenslanges Interesse an Sport und körperlicher Aktivität legen.

Durch einige Projekte z. B. Schulchallenge 2024 „ Laufen gegen den Krebs“, woran 290 Schulen in Österreich beteiligt waren, hat Oberkappel den 1. Platz erlaufen und zugleich kam eine Spendensumme von 141.000 Euro an Spenden für das Rote Kreuz / Krebshilfe zusammen. Durch einbinden der Eltern wurde dieses Laufevent zu einem tollen und lustigen gemeinsamen Sportfest.

Eltern unterstützen und motivieren ihre Kinder bei der Schulchallenge "Krebslauf 2024"
Empathie und Integration von Migranten und deren Kinder-Wir sind Sport
Wir sind Sieger und gehören zusammen


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