Ein neues Zuhause für die Kindergruppe Moos – Wo Gemeinschaft Wurzeln schlägt


Neuer Kindergarten - neue Abenteuer - neue Erinnerungen

Informationen zum Einreicher

Verein Kindergruppe Moos - Ganzheitliches Wachsen
4643 Pettenbach


1. Einleitung – 21 Jahre gelebte Gemeinschaft, ein Neuanfang mit Vision

„Neuer Kindergarten – neue Abenteuer – neue Erinnerungen!“
Mit diesem Leitsatz sind wir als Kindergruppe Moos in einen großen, aufregenden Umzug gestartet. In unserem alten Zuhause durften wir viele wundervolle Jahre verbringen – voller Lachen, Lernen und unvergesslicher Momente. Doch nach 21 Jahren wurde es Zeit für einen Neuanfang: ein neues Gebäude, neue Räume, neue Möglichkeiten – und Platz für neue Erinnerungen.
Zum zweiten Mal seit ihrer Entstehung zieht die Kindergruppe Moos in ein neues Zuhause. Von einer kleinen Gruppe mit fünf Kindern wuchs der Kindergarten in den über zwanzig Jahren seines Bestehens zu einer starken Gemeinschaft mit vier Pädagoginnen und 20 Kindern heran.
Die Kindergruppe Moos ist mehr als ein Kindergarten – sie ist ein Ort des Miteinanders, getragen von Eltern, durchdrungen von Vertrauen, Naturverbundenheit und Fürsorge. Seit über zwei Jahrzehnten begleitet unser kleiner, elternverwalteter Verein Kinder auf ihrem Weg ins Leben – liebevoll, achtsam, mit ganzem Herzen.
Doch 2024 wurden wir vor eine große Herausforderung gestellt: Bauliche Vorschriften zwangen uns, unser langjähriges Zuhause zu verlassen. Was für viele ein Ende bedeutet hätte, wurde für uns zum Anfang einer mutigen Reise. Nach langer Suche fanden wir einen besonderen Ort: einen lebendigen, bewohnten Vierkanthof in Pettenbach – voller Charme, Geschichte und Potenzial.
Dort, gemeinsam mit dem Eigentümer und unermüdlich engagierten Eltern, begannen wir, etwas Neues entstehen zu lassen: ein liebevolles, kindgerechtes Zuhause, in dem sich Kinder und Gemeinschaft neu verwurzeln können. Auf dem Hof leben drei Generationen unter einem Dach – und alle tragen unsere Vision mit. Die Offenheit und Herzlichkeit der Familie, ihre Bereitschaft zum Mitdenken und Mitwirken, machen diesen Ort zu etwas ganz Besonderem: Einem Ort, an dem generationsübergreifende Gemeinschaft ganz selbstverständlich gelebt wird.

2. Zielsetzung – Ein Ort, an dem Kinder aufblühen dürfen

Unser Ziel war mehr als nur ein Ortswechsel – es war der Wunsch, einen lebendigen Raum zu schaffen, der Kindern erlaubt, zu entdecken, zu gestalten, zu träumen. Einen Ort, an dem sie einfach Kind sein dürfen.
Die Kindergruppe Moos steht für eine kleine, familiäre Gemeinschaft mit hohem Betreuungsschlüssel, in der jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen wird. Inmitten der Natur begleiten wir sie dabei, mutig, neugierig und selbstbewusst ihre Welt zu erkunden.
Das vierköpfige, engagierte Team kümmert sich in wechselnder Zusammensetzung um bis zu 20 Kinder. Es besteht aus zwei Pädagoginnen sowie zwei pädagogischen Assistentinnen. Diese geteilte Gruppenführung ermöglicht es den Kindern, verschiedene Tagesabläufe, Rituale und Persönlichkeiten kennenzulernen – und gleichzeitig eine vertraute, verlässliche Bindung zu allen Betreuungspersonen aufzubauen.
Der Raum selbst wird von uns als „weitere Pädagogin“ verstanden: eine Umgebung, die zum Forschen, Ausprobieren und selbstständigen Handeln einlädt. Unsere Pädagoginnen stehen den Kindern dabei achtsam zur Seite, unterstützen sie in ihrem Tun und schaffen Raum für eigene Erfahrungen. So fördern wir Selbstwahrnehmung, Selbstständigkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Die Gestaltung unseres neuen Kindergartens erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Team. So konnten die räumlichen Gegebenheiten bestmöglich auf die Bedürfnisse und Entwicklungsphasen der Kinder abgestimmt werden – von der Raumaufteilung über die Auswahl der Materialien bis hin zu Spiel- und Rückzugsbereichen.
Die Kinder selbst waren – durch die aktive Mitarbeit ihrer Eltern – von Anfang an Teil des Projekts. Sie konnten mithelfen, miterleben, mitgestalten. So wuchs nicht nur die Vorfreude, sondern auch ein Gefühl der Vertrautheit. Der Umzug wurde dadurch zu einem freudigen Ereignis – und die Eingewöhnung in den neuen Räumen fiel den Kindern spürbar leichter

3. Bauliche Umsetzung – Mit Herz, Hand und Gemeinschaftsgeist

Unser neuer Standort forderte uns heraus – und entfachte gleichzeitig große Energie. Eine ehemalige Werkstatt wurde zu einem lichtdurchfluteten Bewegungsraum, zwei kleinere Räume verschmolzen zu einem warmen, offenen Gruppenraum. Neue Sanitäranlagen, ein einladender Eingangsbereich, kindgerechte Details – Schritt für Schritt verwandelten wir Bestehendes in etwas Besonderes.
Draußen entstand auf 1200 m² ein kleines Paradies: ein naturnaher Garten mit Spielgeräten, Feuerstelle, Fahrradstrecke, Naschgarten, Hochbeeten und frisch gepflanzten Bäumen. Alles selbst gestaltet, gebaut, bepflanzt – in unzähligen Arbeitsstunden von Eltern, die mit Schaufel, Säge und viel Herzblut anpackten. Aus Schweiß wurde Spielfreude, aus Arbeit entstand ein Ort zum Aufblühen.
Selbst in der Umsetzungsphase blieb das Projekt lebendig: Durch die aktive Mitarbeit der Eltern, das Engagement der Pädagoginnen und die Offenheit des Vermieters wurden immer wieder Ideen eingebracht, Räume angepasst und Pläne verbessert. So entstand kein starrer Bauplan – sondern ein gemeinsam gewachsener Ort.
Und heute können wir mit Überzeugung sagen: „Wir sind stolz auf das, was wir geschafft haben!“

4. Finanzierung – Ein Projekt, getragen von Herzen

Dieses Projekt wurde nicht von großen Budgets getragen, sondern von echter Überzeugung. Der neue Vermieter war nicht nur Gastgeber, sondern ein engagierter Partner, der sich auch finanziell stark einbrachte. Wir konnten auf Vereinsrücklagen (ca. 25.000 Euro) zurückgreifen, erhielten Sachspenden, Rabatte lokaler Betriebe – und vor allem: unzählige Stunden freiwilliger Elternarbeit.
Ein besonderes Highlight war unsere Bausteinaktion, bei der wir viele Unterstützer:innen gewinnen konnten: Für einen Beitrag von fünf Euro erhielten Spender:innen einen original Goki-Holzbaustein mit dem Logo der Kindergruppe Moos – ein kleiner Stein mit großer Wirkung. Wer fünf Bausteine kaufte, konnte einen davon unterschrieben an uns zurückgeben und Teil unserer Sponsorenwand im neuen Gebäude werden.
Durch diese liebevoll gestaltete Aktion konnten wir rund 1.100 Euro sammeln – und gleichzeitig viele Privatpersonen sowie einige regionale Betriebe für unser Vorhaben begeistern.
Jede Schraube, jedes Holzbrett, jede Blume erzählt von Einsatz, Hingabe und der Bereitschaft, gemeinsam etwas Dauerhaftes zu schaffen. Unsere Bausteine stehen heute sinnbildlich für das Fundament, auf dem unser neuer Kindergarten gewachsen ist: getragen von vielen kleinen, starken Beiträgen.
Um auch künftig etwas budgetären Spielraum zu haben, setzen wir auf kreative Eigeninitiative: Wir betreiben zum Beispiel einen Stand am Adventmarkt, bei dem wir Selbstgemachtes verkaufen und auch im Sommer gibt es immer ein Highlight.
Wir veranstalten einen Tag der offenen Tür, der den Charakter eines kleinen Festes hat – mit Spielangeboten, Raum für Begegnung und Austausch. Besonders beliebt sind dabei unsere Tombola, die bereits im ganzen Bezirk bekannt ist, sowie die liebevoll vorbereitete Verpflegung mit selbstgemachten Köstlichkeiten und Bio-Säften. Heuer wird dieses Fest größer ausfallen, denn wir möchten nicht nur Einblicke geben, sondern auch die Eröffnung und das, was wir gemeinsam geschaffen haben, gebührend feiern.

5. Gemeinschaftsprojekt – Wenn aus einem „Ich“ ein starkes „Wir“ wird

Was unser Projekt besonders macht, ist der tiefe Geist der Zusammenarbeit. Eltern, Vereinsmitglieder und der Hofbesitzer wurden zu einem echten Team. Es wurde geplant, geschleppt, gemalt, gebohrt, organisiert, gegrübelt, gelacht – bei Regen, Wind, Schnee und bis spät in die Nacht.
Unsere Vereinsmitglieder sind gleichzeitig die Familien, die ihre Kinder bei uns betreuen lassen – und sie sind so vielfältig wie das Leben selbst. Vom Tischler bis zur Unternehmerin, von der Pflegekraft bis zur Landwirtin – bei uns kommen unterschiedliche Berufs- und Lebenserfahrungen zusammen. Jeder bringt sich dort ein, wo es am besten passt. Diese Vielfalt macht uns stark – und sorgt dafür, dass wir als Team auch vereinsintern gut zusammenarbeiten.
In der Kindergruppe Moos begegnen sich Familien aus vier Gemeinden. Da gibt es Einzelkinder und Kinder aus Großfamilien, berufstätige Eltern, Selbstständige und viele kreative Köpfe. Beim täglichen Bringen und Abholen trifft man sich, tauscht sich aus, kennt sich. Es ist ein Ort, an dem nicht nur die Kinder Freundschaften schließen, sondern auch die Eltern ein echtes Miteinander erleben – mit kurzen Wegen, offenen Türen und gegenseitiger Wertschätzung.
Jede helfende Hand, jede Idee, jede Stunde brachte uns ein Stück näher ans Ziel. So entstand nicht nur ein neuer Kindergarten, sondern ein neues Stück gelebter Gemeinschaft – mit Menschen, die zusammenhalten, voneinander lernen und gemeinsam Großes möglich machen.

6. Nachhaltigkeit – Ressourcen achten, Zukunft gestalten

Von Anfang an war uns bewusst: Wer mit Kindern lebt, trägt Verantwortung für die Zukunft. Deshalb haben wir den neuen Kindergarten so ressourcenschonend wie möglich gestaltet. Der Großteil unseres Mobiliars und Inventars stammt aus zweiter Hand – von anderen Kindergärten aus Oberösterreich, von privaten Spender:innen oder Einrichtungen, die ihre Ausstattung weitergaben.
Viele dieser Stücke wurden liebevoll renoviert, repariert, abgeschliffen, neu gestrichen – und erstrahlen nun in neuem Glanz. Trotz der Vielfalt an Formen und Farben ist es uns gelungen, eine harmonische, warme Atmosphäre zu schaffen. Einen Ort zum Wohlfühlen – für Kinder wie Erwachsene, der zeigt, dass man auch mit einem kleinen Budget etwas Wunderbares schaffen kann.
Auch im Garten legten wir großen Wert auf Nachhaltigkeit und Regionalität: Für Spielgeräte und Hochbeete verwendeten wir regionales Holz, für die Wege konnten Hackschnitzel aus eigener Produktion genutzt werden. Unsere Beerensträucher stammen zum Teil aus selbstgezogenen Ablegern, die von Eltern mitgebracht oder gemeinsam vermehrt wurden. So entstand ein naturnaher Raum, der im wahrsten Sinne des Wortes mitgewachsen ist – durch viele Hände, viel Herz und viel Verantwortung gegenüber der Umwelt.
Wir achten im Kindergartenalltag darauf, den Kindern nicht zu viele Reize zu setzen – denn oft braucht es weniger Spielzeug, als man denkt. Die Bücherwand wird zum Beispiel dezent hinter einem Vorhang versteckt, das Team setzt auf schlichte Räume, die dennoch voller kreativer Möglichkeiten stecken.

7. Abschluss und Zukunft – Ein Ort, der bleibt

Im März 2025 war es so weit: Die Kindergruppe Moos zog in ihr neues Zuhause ein. Ein Ort voller Leben, Lachen und Möglichkeiten. Für die kommenden 15 Jahre – und hoffentlich darüber hinaus – dürfen hier Kinder wachsen, spielen, staunen, zur Ruhe kommen und aufblühen.
Wir haben nicht nur ein Gebäude bezogen – wir haben eine Vision verwirklicht. Einen Raum, in dem das Leben pulsiert. Einen Ort, der Gemeinschaft atmet. Und eine Umgebung, die Kindern zeigt, wie wertvoll Natur, Miteinander und Selbstwirksamkeit sind.
Als zertifizierter Gesunder Kindergarten legen wir dabei besonderen Wert auf ausgewogene Ernährung, tägliche Bewegung und ganzheitliche Gesundheit – für Körper, Geist und Seele.
Die Kindergruppe Moos ist heute mehr denn je ein Leuchtturm für individuelle, naturverbundene Bildungsarbeit – und ein wertvoller Beitrag für unsere Region.

Warum dieser Preis für uns wichtig ist
Der Felix Familia wäre für uns weit mehr als nur finanzielle Unterstützung. Es wäre eine sichtbare Anerkennung für all das Herzblut, die Mühen, die Tränen und das Lachen, das in diesem Projekt steckt. Ein Zeichen: Dass Engagement, Mut und Gemeinschaftskraft gesehen und geschätzt werden.
Das Preisgeld würde zu 100 % in die weitere Gestaltung der Kindergruppe fließen. Es gibt noch viele liebevoll durchdachte Ideen und Wünsche – von zusätzlichen Spielmaterialien bis zu kleinen baulichen Ergänzungen –, die wir gerne umsetzen würden, für die uns momentan aber leider das Budget fehlt.


Ein Blick in den neuen Gruppenraum
März 2025 - Kinderlachen, rasante Fahrten und jede Menge Spaß im neu angelegten Garten
Ein kleines Umzugshoppala war gemeinsam rasch wieder beseitigt


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