„Abenteuer Hund – Vertrauen erlernen und erleben“
© Bettina Falzeder (Schriftliches Einverständnis der Mutter liegt vor)
Informationen zum Einreicher
Humanis et Canis4030 Linz
Zielsetzung:
Das Projekt „Abenteuer Hund – Vertrauen erlernen und erleben“ verfolgt die Zielsetzung, Kindern im Vorschulalter den sicheren und respektvollen Umgang mit Hunden zu vermitteln. Dabei steht nicht nur der Umgang mit großen Hunden im Vordergrund, sondern mit Hunden allgemein. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Unfallprophylaxe und der Vermeidung von Missverständnissen zwischen Mensch und Tier.
In drei aufeinanderfolgenden Besuchen kommen ausgebildete Therapiehunde in die Kindergärten. Ziel ist es, den Kindern Selbstvertrauen im Umgang mit Tieren zu vermitteln, Ängste abzubauen und gleichzeitig Empathie sowie Verantwortungsbewusstsein zu fördern. Der Kurs legt großen Wert auf das richtige Verhalten gegenüber Hunden, um sowohl den Kindern als auch den Hunden eine sichere und respektvolle Begegnung zu ermöglichen. Die Kinder lernen, die Körpersprache von Hunden zu verstehen, den Tieren mit Respekt zu begegnen und sie in verschiedenen sozialen Kontexten sicher zu interagieren.
Die Unfallprophylaxe wird als elementarer Bestandteil des Programms behandelt. Hierbei wird den Kindern beigebracht, wie sie sich sicher verhalten, um Unfälle mit Hunden zu vermeiden, und wie sie die Signale des Hundes richtig deuten, um Missverständnissen vorzubeugen.
Zielgruppen:
Die Zielgruppen dieses Projekts sind:
1. Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren: Diese Altersgruppe ist ideal, da Kinder in diesem Alter besonders empfänglich für das Erlernen sozialer und emotionaler Fähigkeiten sind und im Umgang mit Hunden wichtige Verhaltensweisen erlernen können.
2. Erzieher*innen und Betreuungspersonal: Das Projekt richtet sich ebenfalls an das Fachpersonal, das mit den Kindern arbeitet. Die Erzieher*innen werden in den Kurs eingebunden und erhalten Hinweise, wie sie die Sicherheitsaspekte im Umgang mit Hunden auch im Alltag umsetzen können.
3. Therapiehunde-Teams: Die Therapiehunde spielen eine zentrale Rolle im Projekt. Sie dienen als vertrauensvolle Partner und unterstützen die Kinder dabei, ihre Ängste abzubauen und einen positiven Kontakt mit Tieren zu entwickeln. Ausgebildete Therapiehunde-Führer:innen begleiten die Hundebegegnungen und sorgen dafür, dass sowohl die Hunde als auch die Kinder sicher und respektvoll miteinander umgehen.
Beteiligte:
• Verein „Humanis et Canis“: Der Verein ist der Träger des Projekts und verantwortlich für die Koordination, Durchführung und Organisation der Kursangebote. Der Verein sorgt dafür, dass alle rechtlichen und sicherheitsrelevanten Anforderungen eingehalten werden.
• Erfahrene Therapiehundeteams: Zertifizierte Therapiehundeteams setzen diese Kurse um. Sie stellen sicher, dass die Interaktionen zwischen den Kindern und den Hunden sicher und förderlich für die Entwicklung der Kinder sind. Diese Therapiehunde sind speziell für den Einsatz in therapeutischen und pädagogischen Kontexten ausgebildet. Sie sind ruhig, gut sozialisiert und auf den Kontakt mit Kindern vorbereitet. Sie sind in der Lage, in Situationen stressfrei zu interagieren und unterstützen die Kinder beim Erlernen von Vertrauen und sozialer Kompetenz.
• Kindergärten und Erzieher*innen: Die teilnehmenden Kindergärten spielen eine zentrale Rolle. Die Erzieher*innen unterstützen das Projekt und bereiten die Kinder auf die Hundebegegnungen vor. Sie reflektieren nach den Kursen gemeinsam mit den Kindern die Erfahrungen und stärken das Gelernte.
Umsetzungsstand:
Aktuell befindet sich das Projekt in der Pilotphase. Das Konzept, das auf den Erfahrungen des Vereins „Humanis et Canis“ und seinen Therapiehundeteams basiert, wurde entwickelt, um ein sicheres und lehrreiches Programm zu bieten. Die ersten Kooperationsgespräche mit Kindergärten sind bereits geführt worden, und die Teilnahmebedingungen wurden besprochen.
Nach Abschluss der ersten Pilotphase wird das Projekt evaluiert, um Optimierungen vorzunehmen und eine weitere Ausweitung auf zusätzliche Kindergärten zu ermöglichen.
Finanzierung:
Die Finanzierung des Projekts wird durch Beiträge von teilnehmenden Kindergärten, bzw. den Eltern der teilnehmenden Kinder gesichert. Der Finanzierung umfasst:
• Kosten für die Therapiehunde-Teams: Dies beinhaltet die Honorare, sowie die Bereitstellung der Therapiehunde für die Besuche.
• Materialien für die Hunde: Dies umfasst Leckerlies, Spielzeug und andere Gebrauchsutensilien wie Zweitleinen.
• Materialien für die Kinder: Dies umfasst Spielmaterialien, sowie didaktisches Material zur Förderung des Lernprozesses.
• Verwaltungskosten: Diese beinhalten die Organisation und Koordination des Projekts sowie die Kommunikation mit den Kindergärten und anderen Partnern.
Die genaue Budgetplanung sieht vor, dass der Großteil der Mittel in den ersten 12 Monaten des Projekts für die Personal- und Tierkosten verwendet wird, während der weitaus kleinere Teil für die weitergehende Evaluation und Projektweiterentwicklung vorgesehen ist.
Erfahrungen und Evaluation:
Der Verein „Humanis et Canis“ hat bereits erfolgreiche Projekte in anderen Bereichen der Tiergestützten Pädagogik/Therpie durchgeführt und zahlreiche positive Rückmeldungen von Erzieher*innen und Eltern erhalten. Diese Erfahrungen werden in das neue Projekt integriert.
Die Evaluation des Projekts erfolgt in mehreren Schritten:
1. Feedback von den Kindergärten: Zu jedem Block erhalten die Erzieher*innen Feedbackbögen, um den Verlauf der Kurse und die Reaktionen der Kinder zu erfassen.
2. Gespräche mit den Kindern: Am Ende jedes Blocks wird eine Reflexionsrunde mit den Kindern durchgeführt, um ihre Eindrücke und das erlernte Wissen zu dokumentieren.
3. Erfolgskontrollen: In Zusammenarbeit mit den Erzieher*innen wird der Lernfortschritt der Kinder in Bezug auf Sicherheit im Umgang mit Hunden und soziale Kompetenzen gemessen.
Weitere Vorgehensweise:
Nach den ersten erfolgreichen Kursdurchläufen wird das Projekt evaluiert und optimiert. Auf Grundlage der Rückmeldungen der Teilnehmer und der gesammelten Erfahrungen wird das Kursangebot weiterentwickelt, um es an die Bedürfnisse der Kinder und Kindergärten anzupassen. Langfristig ist eine Ausweitung des Projekts auf weitere Kindergärten geplant, mit dem Ziel, eine flächendeckende Sensibilisierung für den sicheren und respektvollen Umgang mit Hunden zu erreichen.
Darüber hinaus soll das Projekt auch als Modell für andere Städte und Regionen dienen, um die Qualität der tiergestützten Pädagogik und die Unfallprophylaxe im Umgang mit Hunden weiter zu verbessern.
© Brita Ortbauer
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