Übersicht zu den aktuellen Familienförderungen des Bundes

Wir stellen Informationen über alle aktuellen Fördermöglichkeiten des Bundes für Familien zur Verfügung. Lesen Sie nach, welche Förderungen es gibt. Was sind die Voraussetzungen, um bestimmte Förderungen zu erhalten.

 

Familienbeihilfe

Mehrkindzuschlag

Kinderbetreuungsgeld

Kinderfreibetrag

Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Zuschüsse des Arbeitgebers zur Kinderbetreuung

Unterhaltsabsetzbetrag

Alleinerzieherabsetzbetrag

Alleinverdienerabsetzbetrag


Familienbeihilfe (monatlich)

Was bisher nur über Antrag der Eltern möglich war, gibt es ab sofort ohne Antragsformular. Die Familienbeihilfe wird automatisch nach Meldung des Neugeborenen im Meldeamt gewährt. Das Finanzamt erhält die Daten automatisch aus dem Zentralen Melderegister.

 

Die Familienbeihilfe ist nach dem Alter der Kinder unterschiedlich hoch:


ab Geburt 111,80 Euro monatlich,
für ein Kind ab drei Jahren 119,60 Euro monatlich,
für ein Kind ab zehn Jahren 138,80 Euro monatlich und
für ein Kind ab 19 Jahren 162,00 Euro monatlich.

 

Der Kinderabsetzbetrag beträgt zusätzlich zur Familienbeihilfe pro Kind 58,40 monatlich. Dieser wird ohne gesonderten Antrag gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausbezahlt.

 

Die Anzahl der Kinder wird über die Auszahlung von Erhöhungsbeträgen (= Geschwisterstaffelung) berücksichtigt. Die Geschwisterstaffel beträgt bei zwei Kindern, für die Familienbeihilfe bezogen wird, 6,90 Euro für jedes Kind, bei drei Kindern 17 Euro für jedes Kind und bei vier Kindern, für die Familienbeihilfe bezogen wird, 26 Euro pro Kind.

 

Für erheblich behinderte Kinder gibt es einen Zuschlag von 152,90 Euro monatlich. Diese erhöhte Familienbeihilfe muss gesondert beantragt werden. Der Antrag auf erhöhte Familienbeihilfe ist beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt zu stellen.

 

Mit der September-Familienbeihilfe wird ein Schulstartgeld in Höhe von 100 Euro für jedes schulpflichtige Kind ausbezahlt.


Eine Direktauszahlung der Familienbeihilfe an Volljährige ist möglich. Die Zustimmung der/s Anspruchsberechtigten muss vorliegen. Die Beantragung erfolgt mit dem Formular Beih 20, die Auszahlung nur auf ein Girokonto.


Auf der Website des Familienministeriums finden Sie weiterführende Informationen zur Familienbeihilfe und zur Direktauszahlung. Zudem steht ein Online-Rechner zur Berechnung der Familienbeihilfe zur Verfügung.

 

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Mehrkindzuschlag

Es steht ein Mehrkindzuschlag von 20 € monatlich für jedes ständig im Bundesgebiet bzw. im EU-Raum lebende dritte und weitere Kind zu, für das Familienbeihilfe gewährt wurde. Ein Anspruch besteht nur dann, wenn das zu versteuernde Familieneinkommen im Kalenderjahr, das vor dem Jahr liegt, für das der Antrag gestellt wird, die Höhe von 55.000 € nicht überschritten hat.

 

Der Mehrkindzuschlag ist für jedes Kalenderjahr gesondert beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt im Rahmen der (Arbeitnehmer-)Veranlagung bzw. Einkommensteuererklärung oder, wenn keine Einkünfte vorliegen mit Formular E4  zu beantragen.

 

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Kinderbetreuungsgeld (KBG)

Für Geburten seit 1. Jänner 2002 wurde das frühere Karenzgeld durch das Kinderbetreuungsgeld abgelöst und gebührt auf Antrag, frühestens ab dem Tag der Geburt des Kindes.

 

Das Kinderbetreuungsgeldgesetz bietet zwei Systeme zur Auswahl:

  • Das pauschale Kinderbetreuungsgeld

Variante 30+6: 14,53 Euro täglich bzw. 436,00 Euro monatl.

Variante 20+4: 20,80 Euro täglich bzw. 624,00 Euro monatl.

Variante 15+3: 26,60 Euro täglich bzw. 800,00 Euro monatl.

Variante 12+2: 33,00 Euro täglich bzw. 1000,00 Euro monatl.

erhalten Eltern unabhängig von einer vor der Geburt des Kindes ausgeübten Erwerbstätigkeit. Die Bezugsdauer für einen Elternteil besteht, je nach gewählter Variante, bis zum 30., 20., 15., oder 12. Lebensmonat des Kindes. Bezieht auch der andere Elternteil Kinderbetreuungsgeld, so verlängert sich die Bezugsdauer je nach gewählter Variante entsprechend (z.B. Vater bezieht 3 Monate KBG, dieses kann in der Variante 20 + 4 bis zum 23. Lebensmonat des Kindes bezogen werden). Eine Erwerbstätigkeit vor der Geburt des Kindes ist nicht erforderlich bzw. für die Höhe des Kinderbetreuungsgeldes irrelevant.


Für Geburten ab 1. März 2017 gilt eine neue Rechtslage: Die derzeitigen vier Pauschalvarianten des KBG werden in ein sogenanntes KBG-Konto umgewandelt. Das einkommensabhängige KBG bleibt bestehen.

 

Kinderbetreuungskonto und Partnerschaftsbonus

Die Bezugsdauer des KBG als Konto kann innerhalb eines vorgegebenen Rahmens von 365 bis zu 851 Tagen (d.s. rund 12 bis 28 Monate) ab der Geburt des Kindes für einen Elternteil bzw von 456 bis zu 1063 Tagen (d.s. rund 15 bis 35 Monate) ab der Geburt des Kindes bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile flexibel gewählt werden. In der kürzesten Variante beträgt das KBG 33,88 Euro täglich und in der längsten 14,53 Euro täglich, je länger man bezieht, desto geringer ist der Tagesbetrag. Die Höhe der Leistung ergibt sich also aus der individuell gewählten Leistungsdauer. Vom gesamten zur Verfügung stehenden Betrag pro Kind sind 20 % dem zweiten Elternteil unübertragbar vorbehalten. Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das pauschale KBG (Konto) für das zweite und jedes weitere Mehrlingskind um 50 % des jeweiligen Tagesbetrages.

 

Bei annähernd gleicher Aufteilung des KBG-Bezuges (50:50 bis 60:40) gebührt ein Partnerschaftsbonus in Höhe von 500 Euro je Elternteil.

 

Familienzeitbonus

Erwerbstätige Väter, die sich unmittelbar nach der Geburt des Kindes intensiv und ausschließlich der Familie widmen und ihre Erwerbstätigkeit (im Einvernehmen mit dem/der Arbeitgeber/in) unterbrechen, können zeitnahe nach der Geburt einen Familienzeitbonus iHv 22,60 Euro täglich für einen Zeitraum von 28 bis 31 Tagen beantragen (der auf ein allfälliges später vom Vater bezogenes KBG angerechnet wird). Der Vater muss mit dem anderen Elternteil und dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben, das heißt, den selben Hauptwohnsitz haben. Während der Familienzeit besteht Kranken- und Pensionsversicherungsschutz.
 

  • Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld

(gebührt bis zum 12. Lebensmonat, wenn nur ein Elternteil bezieht, bei Wechsel zwischen den Elternteilen max. bis zum 14. Lebensmonat des Kindes) hat grundsätzlich die Funktion, jenen Eltern, die sich nur für kurze Zeit aus dem Berufsleben zurückziehen wollen und über ein höheres Einkommen verfügen, die Möglichkeit zu geben, in dieser Zeit einen teilweisen Einkommensersatz zu erhalten (80 % der Letzteinkünfte des betreffenden Elternteils, maximal 66 Euro täglich). Neben den allgemeinen Voraussetzungen muss in den sechs Monaten vor der Geburt eine sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit ausgeübt werden. Einer solchen Erwerbstätigkeit gleichgestellt sind Zeiten Beschäftigungsverbots (Mutterschutz) und der
Karenz (bis maximal zum zweiten Geburtstag eines Kindes), sofern in dem Zeitraum das Dienstverhältnis aufrecht ist. Ebenfalls gleichgestellt sind Zeiten der Gewährung einer Betriebshilfe oder von Wochengeld für Selbständige, sofern die Tätigkeit währenddessen nicht beendet wird.


Berechnung des Tagsatzes beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld:

Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld beträgt 80 % des Wochengeldes bzw. des fiktiven Wochengeldes. Mit einer von der Krankenkasse automatisch durchzuführenden zusätzlichen Berechnung anhand der Einkünfte des Kalenderjahres vor dem Geburtsjahr des Kindes, in dem kein KBG bezogen wurde (beschränkt auf das drittvorangegangene Kalenderjahr,
Einkommensteuerbescheid), kann sich der Tagesbetrag erhöhen (Günstigkeitsrechnung), nicht jedoch reduzieren.


Für Geburten ab dem 01. März 2017 gilt die Beschränkung der Günstigkeitsrechnung auf das Jahr vor Geburt des Kindes. Der mögliche Tagesbetrag liegt zwischen 33 Euro (für Geburten ab 01. März 2017 33,88 Euro) und maximal 66 Euro (rund 2.000 Euro monatlich). Ergibt die Berechnung des Tagesbetrages (für Geburten ab 01. März 2017) weniger als 33,88 Euro täglich, bekommen Sie automatisch einen Tagesbetrag von 33,88 Euro täglich. In diesem Fall beziehen Sie trotzdem das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld und sind also auch an die Zuverdienstgrenze in der Höhe von 6.400 Euro (ab 01. Jänner 2017 6.800 Euro) gebunden.


Zum einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld kann weder die Beihilfe zum KBG noch ein Mehrlingszuschlag bezogen werden!


ACHTUNG – Zuverdienst nur begrenzt möglich:
Beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld ist nur ein Zuverdienst in Höhe von 6.800 Euro im Kalenderjahr zulässig (das entspricht etwa der Geringfügigkeitsgrenze). Weiters dürfen keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen werden.


Die Wahl der Variante ist bei der erstmaligen Antragstellung zu treffen und bindet auch den zweiten Elternteil. Das heißt, die Eltern müssen sich gemeinsam für eine Variante entscheiden.
Wechsel möglich:
Bei jeder gewählten Variante können sich die Eltern im Bezug zweimal abwechseln. Somit können sich maximal drei Bezugsteile ergeben, wobei ein Block mindestens zwei Monate dauern muss. Der gleichzeitige Bezug von Kinderbetreuungsgeld durch beide Eltern ist, auch bei Geschwisterkindern, nicht möglich.


Achtung: Bei Geburten ab 1. März 2017 können Eltern aus Anlass des ersten Wechsels bis zu 31 Tage gleichzeitig Kinderbetreuungsgeld beziehen. In diesem Fall reduziert sich die Anspruchsdauer des Kinderbetreuungsgeldkontos entsprechend.


Voraussetzungen:
Kinderbetreuungsgeld erhalten alle Mütter und Väter (auch Adoptiv- und Pflegeeltern), wenn für das Kind Familienbeihilfe bezogen wird, der gemeinsame Haushalt und der Hauptwohnsitz mit dem Kind gegeben ist, der Lebensmittelpunkt in Österreich liegt und die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen rechtzeitig vorgenommen werden sowie bei Nicht-Österreicher/
innen zusätzlich ein rechtmäßiger Aufenthalt in Österreich (NAG-Karte) vorliegt bzw. bestimmte asylrechtliche Voraussetzungen erfüllt werden. Bei grenzüberschreitenden Fällen innerhalb der Europäischen Union bestehen Sonderbestimmungen.

 

Bezug für jüngstes Kind:

Kinderbetreuungsgeld gebührt immer für das jüngste Kind. Wird während des Bezuges ein weiteres Kind geboren, endet der Anspruch für das ältere Kind (für beide Elternteile). Für Mütter, die wieder einen Anspruch auf Wochengeld haben, ruht das Kinderbetreuungsgeld bereits mit Beginn des Wochengeldanspruches; für Väter ruht das Kinderbetreuungsgeld bei einem neuerlichen Wochengeldanspruch der Mutter VOR der Geburt des Kindes nicht.


Krankenversicherung:

Während des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld sind der beziehende Elternteil und das Kind krankenversichert.


Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld:

Eltern und Alleinerziehende mit geringem Einkommen können eine Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld in Höhe von 6,06 Euro täglich beantragen. Die Beihilfe gebührt für maximal zwölf Kalendermonate ab Antragstellung. Alleinerziehende dürfen in diesem Fall dann nicht mehr als 6.800 Euro zusätzlich im Kalenderjahr verdienen. Bei Elternteilen, die in Ehe bzw. einer
Lebensgemeinschaft leben, darf der beziehende Elternteil nicht mehr als 6.800 Euro und der zweite Elternteil/Partner nicht mehr als 16.200 Euro im Kalenderjahr verdienen. Werden die Zuverdienstgrenzen überschritten, wird die Beihilfe von der Krankenkasse zurückgefordert.


Kündigungs- und Entlassungsschutz:

Beginnt für unselbstständig beschäftigte Mütter ab Kenntnis des Arbeitgebers von der Schwangerschaft. Es besteht ein Rechtsanspruch auf Karenz (d.h. eine Freistellung durch den Arbeitgeber mit Kündigungsschutz unter Wegfall des Arbeitsentgeltes) nach der Geburt eines Kindes für unselbstständig beschäftigte Eltern. Der Anspruch auf Elternkarenz besteht längstens bis zum 2. Geburtstag des Kindes, unabhängig davon, ob nur ein Elternteil oder beide abwechselnd Karenz in Anspruch nehmen.
Achtung: Die Dauer der Karenzierung eines Elternteils/beider Elternteile und die Wahl der Kinderbetreuungsgeld-Variante sollten gut aufeinander abgestimmt werden!
Wird mit dem/der Arbeitgeber/in eine längere Karenz vereinbart als der Kinderbetreuungsgeld-Bezug dauert, muss man sich nach Auslaufen des Kinderbetreuungsgeldes beim Partner/bei der Partnerin mitversichern oder sich selbst krankenversichern.

 

Mehrlingszuschlag:
Bei einer Mehrlingsgeburt gebührt das KBG für das jüngste Mehrlingskind, für jedes weitere Mehrlingskind wird jeweils ein Zuschlag von 50 % der gewählten Pauschalvariante gewährt.

 

Zuverdienst: individuelle Zuverdienstgrenze

Während des Bezuges einer pauschalen Kinderbetreuungsgeldvariante darf der Zuverdienst 60 % der Einkünfte aus dem Kalenderjahr vor dem Geburtsjahr des Kindes, in dem kein KBG bezogen wurde (beschränkt auf das drittvorangegangene Kalenderjahr), pro Kalenderjahr betragen. Berücksichtigt werden nur die Einkünfte jenes Elternteils, der Kinderbetreuungsgeld bezieht. Wird die Zuverdienstgrenze überschritten, ist jener Betrag, um den die Grenze überschritten wurde, zurückzuzahlen.


Gemeinsame Bestimmungen für alle fünf Varianten


Mutter-Kind-Pass:

Bei jeder Variante sind fünf Untersuchungen der werdenden Mutter und fünf Untersuchungen des Kindes Voraussetzung für den Bezug von Kinderbetreuungsgeld in voller Höhe.

 

Ansonsten wird ab dem
25. Lebensmonat des Kindes (bei Variante 30 + 6)
17. Lebensmonat des Kindes (bei Variante 20 + 4)
13. Lebensmonat des Kindes (bei Variante 15 + 3)
10. Lebensmonat des Kindes (bei Variante 12 + 2)
das Kinderbetreuungsgeld halbiert.


Beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld wird der Tagsatz um 16,50 Euro reduziert.

 

Ab 1. März 2017 sind die fünf Schwangerschaftsuntersuchungen und die erste Kindesuntersuchung sogleich bei der Antragstellung des Kinderbetreuungsgeldes nachzuweisen. Die restlichen vier Kindesuntersuchungen sind bis zum 14. Lebensmonat des Kindes vorzunehmen und spätestens im 15. Lebensmonat des Kindes nachzuweisen. Bei Nichterbringung dieser Nachweise erfolgt eine Reduktion des Kinderbetreuungsgeldkontos um 1.300,00 Euro pro beziehenden Elternteil.

 

Härtefälle – Verlängerung:
In bestimmten Härtefällen kann der Kinderbetreuungsgeldbezug um zwei Monate (ab 1. März 2017 91 Tage) über das höchstmögliche Ausmaß der jeweiligen Bezugsvariante, das einem Elternteil zusteht, verlängert werden.

 

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Familienbesteuerung

Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag kommt berufstätigen Eltern zugute. Anspruch haben Eltern, die Lohn- bzw. Einkommensteuer zahlen; der Kinderfreibetrag verringert dabei die Bemessungsgrundlage.
Der Kinderfreibetrag kann von einem Elternteil oder von beiden Elternteilen geltend gemacht werden. Machen beide Elternteile den Freibetrag geltend, stehen jedem Elternteil 60 % des Freibetrages zu.


Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Kinderfreibetrages ist, dass für die betroffenen Kinder ein Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr besteht. Geltend zu machen ist der Kinderfreibetrag über die Arbeitnehmerveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung, dabei ist die Versicherungsnummer des Kindes/der Kinder anzugeben.

 

Der Kinderfreibetrag beträgt

  • wenn er nur von einer Steuerpflichtigen/einem Steuerpflichtigen geltend gemacht wird: 220 Euro jährlich
  • wenn er von zwei Steuerpflichtigen für dasselbe Kind geltend gemacht wird: 132 Euro jährlich pro Person 

NEUE Regelung:

Der Kinderfreibetrag beträgt ab der Veranlagung für das Jahr 2016

  • wenn er nur von einer Steuerpflichtigen/einem Steuerpflichtigen geltend gemacht wird: 440 Euro jährlich
  • wenn er von zwei Steuerpflichtigen für dasselbe Kind geltend gemacht wird: 300 Euro jährlich pro Person

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Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Kinderbetreuungskosten (z.B. für Krippen, Tagesmütter, Kindermädchen, Kindergärten) sind bis zu einem Betrag von 2.300 Euro pro Jahr und Kind als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar. Anspruch auf diesen Freibetrag haben Eltern, die Lohn- bzw. Einkommensteuer zahlen. Die Kinderbetreuungskosten können wahlweise von einem Elternteil oder aufgeteilt auf beide Elternteile – entsprechend der tatsächlichen Kostentragung - in Anspruch genommen werden.

 

Werden Betreuungskosten durch einen Zuschuss des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin zur Kinderbetreuung gedeckt, so sind nur die tatsächlich vom Steuerpflichtigen getragenen Kosten bis zum oben genannten Ausmaß absetzbar, die nicht durch den Zuschuss gedeckt sind. Berücksichtigt werden die Aufwendungen für die Kinderbetreuung im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung, dabei ist die Versicherungsnummer des Kindes/der Kinder anzugeben.

 

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Zuschüsse des Arbeitgebers zur Kinderbetreuung

Die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber kann Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern einen Zuschuss für die Kinderbetreuung zahlen. Dieser Zuschuss ist bis zu einer Höhe von 1.000 Euro pro Kalenderjahr sozialabgaben- und lohnsteuerfrei. Zu diesem Zweck muss die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer gegenüber der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber eine schriftliche Erklärung abgeben (Formular L35).

 

Um den Kinderbetreuungszuschuss sozialabgaben- und lohnsteuerfrei beziehen zu können, muss die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer selbst die Familienbeihilfe beziehen. Die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer ist außerdem verpflichtet, der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber Auskunft über das Vorliegen der Voraussetzungen für den Zuschuss oder etwaige von anderen
Arbeitgeberinnen/Arbeitgebern bezogene Zuschüsse zu geben. Der Zuschuss darf den Eltern nur in Form von Gutscheinen zur Einlösung bei einer entsprechenden Kinderbetreuungseinrichtung gewährt werden. Auch kann der Zuschuss direkt an die Betreuungseinrichtung ausbezahlt werden.

 

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Unterhaltsabsetzbetrag

Wer für ein nicht haushaltszugehöriges Kind nachweislich gesetzlichen Unterhalt (Alimente) leistet und dafür keine Familienbeihilfe bezieht, hat Anspruch auf einen Unterhaltsabsetzbetrag von monatlich

für das erste Kind 29,20 Euro
für das zweite Kind 43,80 Euro
für jedes weitere Kind 58,40 Euro


Die Berücksichtigung erfolgt nur im Wege der (Arbeitnehmer-)Veranlagung beim Wohnsitzfinanzamt.

 

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Alleinerzieherabsetzbetrag

Für Alleinerziehende, das sind Steuerpflichtige mit mindestens einem Kind, die mehr als sechs Monate im Kalenderjahr nicht in einer ehelichen oder eheähnlichen Gemeinschaft leben und den Kinderabsetzbetrag beziehen, steht der Alleinerzieherabsetzbetrag zu. Der Absetzbetrag macht mit einem Kind 494 Euro jährlich, mit zwei Kindern 669 Euro, mit drei Kindern
889 Euro jährlich aus und erhöht sich für jedes weitere Kind um jeweils 220 Euro jährlich.


Der Alleinerzieherabsetzbetrag kann beim Gehalt durch den Arbeitgeber berücksichtigt werden (Formular E30 vom Finanzamt) oder ist im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. der Einkommensteuererklärung für das abgelaufene Kalenderjahr beim Finanzamt geltend zu machen.

 

Alleinerziehende, deren berechnete Einkommensteuer im Kalenderjahr negativ ist, bekommen den Absetzbetrag auf Antrag vom Finanzamt ausbezahlt.

 

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Alleinverdienerabsetzbetrag

Für Alleinverdiener, das sind Steuerpflichtige mit mindestens einem Kind, die mehr als sechs Monate im Kalenderjahr mit einem (Ehe-)Partner in einer Ehe bzw. eheähnlichen Gemeinschaft leben, wobei einer der beiden den Kinderabsetzbetrag bezieht, steht der steuerliche Alleinverdienerabsetzbetrag zu. Der Absetzbetrag macht mit einem Kind 494,00 Euro jährlich, mit zwei Kindern 669 Euro, mit drei Kindern 889 Euro jährlich aus und erhöht sich für jedes weitere Kind um jeweils 220 Euro jährlich. Das steuerpflichtige Einkommen des (Ehe-)Partners darf 6.000,00 Euro im Kalenderjahr nicht überschreiten, wobei das steuerfreie Wochengeld mit einzuberechnen ist.

 

Der Alleinverdienerabsetzbetrag kann beim Gehalt durch den Arbeitgeber berücksichtigt werden (Formular E30 vom Finanzamt) oder ist im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. der Einkommensteuererklärung für das abgelaufene Kalenderjahr beim Finanzamt geltend zu machen.

 

Alleinverdiener, deren berechnete Einkommensteuer im Kalenderjahr negativ ist, bekommen den Absetzbetrag auf Antrag vom Finanzamt ausbezahlt.

 

weitere Informationen


Informationen zu weiteren Fragen zu obigen Themen erhalten Sie beim Familienservice des BM für Wirtschaft, Familie und Jugend unter der Servicenummer 0800/240 262 zum Nulltarif

 

per E-Mail: anliegen@bmfj.gv.at

 

Homepage des Bundesministeriums für Familie und Jugend

 

Quelle: BM für Familie und Jugend (für fehlerhafte Darstellungen und Informationen übernehmen wir keine Haftung)

 

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