"Offline - raus aus dem Internet und rein ins Leben"
am 3. Oktober 2016

Frisst die digitale Welt unsere Kinder auf?

Informationsveranstaltung des OÖ Familienreferats begeisterte 200 Zuschauer!

Informativ und energiegeladen präsentierte sich die Informationsveranstaltung „Raus aus dem Internet – Rein ins Leben“ am 3. Oktober 2016 im Power Tower der Energie AG in Linz.

Das Familienreferat des Landes Oberösterreich lud in Kooperation mit der Energie AG, der SPES Familien-Akademie und der Uniqa Versicherung Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen ein, sich über aktuelle Trends zu sozialen Medien zu informieren, mit Vertretern aus Politik, Forschung und Sport zu diskutieren und sich von Online-Alternativen aus dem Sessel reißen zu lassen.

Der Generaldirektor der Energie AG Dr. Leo Windtner betonte, dass Sport für die Energie AG ein wichtiges Anliegen ist. Es gelte die Balance zwischen Online und Offline tagtäglich zu finden. 

Familienreferent LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner betonte die Vorbildfunktion und Eigenverantwortung der Eltern. Die Bewegung der Kinder und die Beziehung zu anderen Menschen dürfe nicht unter dem Medienkonsum leiden. Das OÖ Familienreferat biete eine Vielzahl an Angeboten, um Familien zu ermuntern gemeinsam wertvolle Zeit zu verbringen.


Die Welt dreht sich nicht nur, sie rotiert bereits

So beschrieb der IMAS-Forscher DDr. Paul Eiselsberg den gesellschaftlichen Trend zur Beschleunigung, der durch die permanente Verfügbarkeit digitaler Medien noch verstärkt wird. In seinem Vortrag am 3. Oktober 2016 analysierte er ausführlich die Ist-Situation, die sich mit dem Begriff „Kopf-runter-Gesellschaft“ zusammenfassen lässt. Allein die Nutzung sozialer Medien hat sich in den letzten 9 Jahren versiebenfacht.


Smartphones fressen alles auf

Einige Konsequenzen sind bereits sichtbar: Kinder und Jugendliche betreiben immer weniger Bewegung und Sport. Nachweislich verkürzen sich die Aufmerksamkeitsspannen, die Lese- und Kommunikationsfähigkeit leidet, das Sozialverhalten verändert sich bis hin zu krankhaftem Suchtverhalten. Auf der anderen Seite gibt es positive Aspekte wie die Nutzung digitaler Medien als vertiefende Informationsquelle, die Erreichbarkeit, die erhöhte Transparenz oder die örtliche Unabhängigkeit: die Kontakte werden über weite Entfernungen lebendig gehalten.


Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf

Es braucht vielfältige Maßnahmen des Staates & der Politik, der Bildungseinrichtungen & der Vereine sowie in der Familie & im sozialen Umkreis, um diese neuen Herausforderungen gut zu bewältigen. Besonders hob DDr. Eiselsberg die Einrichtung bewusster Offline-Zeiten und die Vorbildwirkung der Eltern hervor, als ersten Schritt zu einem dosierten, gesunden Umgang mit Medien.


Sportler sind öfters offline

Die Kanutinnen der Energie AG Sportfamilie Ana Roxana Lehaci und Viktoria Schwarz führen ihre sportliche Karriere auf die Vorbildfunktion und Ermutigung der Familie wie auch auf Vereinsangebote zurück, die Kinder und Jugendliche ansprechen können. Sie selbst nützen soziale Medien vorwiegend für die Öffentlichkeitsarbeit. Dies konnten Dani Hüttner, die Leiterin des Tanzforums Pinsdorf und Mag. Martin Friedrich, Sportwissenschafter und Leiter des Parkour & Freerunning Teams Obsession der SPORTUNION Linz West, nur bestätigen. Ihre Aufführungen mit Kindern und Jugendlichen begeisterten die 200 anwesenden Personen.


Impulsreferat: DDr. Paul Eiselsberg, IMAS Forschung und Buchautor "SocialMediaRevolution"

Diskussionsrunde:

Familienreferent LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner

DDr. Paul Eiselsberg

Ana Roxana Lehaci und Viktoria Schwarz, Kanutinnen

Mag. Martin Friedrich, Sportwissenschafter

Daniela Hüttner, Tanzforum-Leiterin

Moderation: Sabine Kronberger


Die Vereine "Parkour&Freerunning" und "Das Tanzforum" gewährten einen Live-Eindruck, welche speziellen Bewegungsräume Kindern zur Verfügung stehen.

Die UNIQA VitalCoaches gaben bereits ab 17.30 Uhr hilfreiche Tipps, wie man mehr Bewegung in den eigenen Alltag und den der Kinder bringt.

Im Anschluss wurde zu einem Imbiss eingeladen.

Der Besuch dieser Veranstaltung wurde im Sinne des § 11 Abs. 1 und 2 des Oö. Kinderbetreuungs-Dienstgesetzes 2014 für das Arbeitsjahr 2016/17 auf das Fortbildungskontingent von Pädagoginnen und Padagogen in oö. Kinderbetreuungseinrichtungen angerechnet.

Falls Interesse an Unterlagen zur Veranstaltung besteht, wenden Sie sich bitte an die SPES Familien-Akademie!

 

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